
Spitzentennis am Wochenende in Mering
21. Juli 2025
Erste Spiele morgen ab 17 Uhr
23. Juli 2025Während die Herren 30 ungeschlagen bleiben und in die Landesliga aufsteigen, reicht es für die Herren I im Fernduell mit Gersthofen und Schießgraben nur hauchdünn nicht. Am Ende fehlen zwei Matchpunkte zum Titel. Die Knaben U15 II steigen dagegen auf.
Ein Bericht von Michael Müller
Nach großem Kampf müssen sich die Herren I mit Rang 3 begnügen
Lange Zeit lag die Sensation in der Luft. Bei brütender Hitze hatten viele Zuschauer am Sonntag den Weg zur Meringer Tennisanlage gefunden. Es hatte sich herumgesprochen, dass sich die TCM-Herren mit dem sensationellen 7:2 Erfolg gegen Tabellenführer Gersthofen im Titelrennen zurück gemeldet hatten. Im Fernduell mit Gersthofen II und Schießgraben III wollte man gegen Nördlingen die letzte Chance nutzen. Ein deutlicher Sieg war Pflicht und ein 9:0 das erklärte Ziel. Mit dem erfahrenen Andreas Ludwig für Florian Guggumos holte der TCM einen neuen Mann ins Team. Doch gleich zu Beginn zeigte Nördlingen, dass es schwer werden würde. Merings Jonas Gerstmayr hatte es mit dem frisch gebackenen Bayerischen Meister U14 Niklas Weinig zu tun. Nach verlorenem ersten Satz (4:6) gelang es dem 17jährigen Gerstmayr schließlich das Nördlinger Ausnahmetalent in langen Ballwechseln zu zermürben. Am Ende hatte Gerstmayr den längeren Atem und siegte 6:4, 10:5. Routinier Florian Schieferdecker hatte weniger Probleme. Er gewann (6:1, 6:1) ebenso klar in zwei Sätzen wie seine Teamkameraden Tim Rajewski (6:1, 6:3) und Florian Deiml (6:1, 6:2). Schwer zu kämpfen hatte dagegen Andreas Ludwig im ersten Einsatz nach langer Pause. Den ersten Satz holte er sich noch deutlich (6:1), dann musste er der Hitze Tribut zollen (4:6), bevor er dann im Matchtiebreak seine ganze Erfahrung in die Waagschale warf und 10:5 gewann. Ungewohnt große Probleme hatte an Position 1 der Ex-Kreismeister Ermis Tsiantaris, der nach der Doppelbelastung Herren 30/Herren I mit den heißen Temperaturen seine Probleme hatte. Er setzte sich zwar am Ende doch relativ klar 6:3, 6:3 durch, aber sein Spiel war an diesem Tag ungewohnt fehlerhaft und oft haderte er mit sich selbst. Egal, das Team war nach den Einzeln mit 6:0 voll auf Kurs und als sich die Nachricht verbreitete, dass Schießgraben und Gersthofen in den Einzeln jeweils einen Punkt abgegeben hatten, war man für die Doppel förmlich euphorisiert. Gleichstand mit Schießgraben. Ein Matchpunkt hinter Gersthofen. Das konnte man packen.

Und Gerstmayr/Deiml legten im Doppel los wie die Feuerwehr. Ihre Gegner wussten nicht wie ihnen geschah. Das 6:2, 6:2 war eine mehr als klare Angelegenheit. 7:0! Doch was war auf Platz 2 und 3 los? Dass es für Tsiantaris/Guggumos schwer werden würde, war klar gewesen. Der erste Satz ging für sie knapp 4:6 verloren. Doch was war bei Schieferdecker/Rajewski auf Platz 3 los? 0:5 im ersten Satz! Lagen bei beiden die Nerven blank? Doch sie kamen zurück. 2:5, aber dann bewegte sich die Ergebnistafel eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr. Während alle mit Tsiantaris/Guggumos im zweiten Satz mitfieberten, tat sich auf dem entlegenen Platz 3 scheinbar gar nichts. Bei 3:5 wechselte der Vorteil hin und her, aber weder Schieferdecker/Rajewski noch ihre Gegner schafften es das Spiel zuzumachen. Und dann kippte plötzlich alles. Großes schien sich anzubahnen. Plötzlich glichen auf Platz 3 die Meringer zum 5:5 aus, während auf Platz 2 Tsiantaris/Guggumos im zweiten Satz ein 4:5 in ein 6:5 drehten. Und nur wenige Minuten später war das Spiel auf Platz 3 ein ganz anderes. Der Weg war frei für Schieferdecker/Rajewski. Sie gaben bis zum bitteren Nördlinger Ende kein Spiel mehr ab. 7:5, 6:0. Das 8:0 war damit perfekt. Alles starrte nun gebannt auf Platz 2, wo der entscheidende Matchtiebreak begonnen hatte. Das Meringer Duo tat sich weiter schwer. Der eingewechselte Guggumos kam nur langsam auf Betriebstemperatur. Immer wieder feuerte er sich selbst an, aber die beiden „Nördlinger Riesen“ hatten bei Lobs eindeutig die Lufthoheit. Ein irrer Fight entbrannte und das Match wogte bis zum 6:6 hin und her. Und dann passierte es. Urplötzlich Stille im Publikum. Tsiantaris am Boden, er hält sich den rechten Oberschenkel. Nur ein Krampf. Erleichterung, er steht wieder. Oh nein, er humpelt. Das Spiel geht weiter, aber Tsiantaris kann nicht mehr. Die nächsten Punkte machen alle die Nördlinger. Es ist wohl vorbei. Da kommt die Nachricht, dass Gersthofen alle Doppel gewonnen hat. Damit ist Gersthofen Meister. Mering schließlich nur Dritter. Wieder hat es für den TCM nicht gereicht. Und trotzdem will man weiter überwiegend mit Eigengewächsen spielen. Dann eben noch ein Jahr Südliga 1. Und ein neuer Versuch aufzusteigen. Im nächsten Jahr.

Herren 30 steigen ungeschlagen in die Landesliga auf
Auch im letzten Match bei der TeG Neuburg ließen die Herren 30 nichts anbrennen. Mit einem nie gefährdeten 7:2 Erfolg gewann man auch das siebte Spiel in dieser Saison souverän. Tsiantaris, Spengler, Siebenkäs und Liebherr hatten jeweils in zwei Sätzen keine Probleme. Seegerer behielt im Matchtiebreak mit 11:9 die Nerven und nur Clubchef Max Ludwig musste seinem Gegner den Sieg überlassen. In den Doppeln punkteten Siebenkäs/Liebeherr und die eingewechselten Andi Luwig/Lederer. Für Seegerer war der zweite Tiebreak an der Seite von Tsiantaris zu viel (6:1, 3:6, 7:10). Der Tag endete feuchtfröhlich mit Bierdusche und Bad in der nahen Donau. Die 14:0 Bilanz darf man sich wahrlich einrahmen. Mit einem solchen Durchmarsch hatte vor der Saison keiner gerechnet. Der Lohn für eine tolle Teamleistung.

Knaben U15 II werden Meister
Die Knaben U15 II leisteten sich in dieser Saison nur eine Niederlage. Das reichte, um punktgleich mit Schwabmünchen und Großaitingen Meister zu werden.
Damen I beenden die Saison mit Heimniederlage
Im letzten Saisonspiel holten Marlene Seidl und Alexandra Beier gegen den Tabellenzweiten TC Schwaben Augsburg die einzigen Punkte für den TCM. Am Ende stand ein 2:7, was in der Endabrechnung den 5. Platz für die Meringer Damen bedeutet. Damit ist der Klassenerhalt endgültig geschafft.


