
Energieleistung zum Abschluss
28. Juli 2026Jedes Jahr von Juli bis Oktober findet beim TC Mering die „Schupfer-WM“ statt. Ein ganz besonderer Wettbewerb, bei dem nicht nur Tennis gespielt wird und dem der ganze Verein schon seit fast 25 Jahren regelmäßig entgegenfiebert. Zuletzt haben die Regeln einen Relaunch erfahren.
Ein Bericht von Michael Müller
„Spielt ihr heute etwa WM?“ ruft ein Gast von der Sonnenterasse des Vereinslokals den Tennisspielern zu, die gerade die Anlage des TC Mering betreten. Bei dieser Frage kann sich der im Juni neu gewählte 1. Vorstand „Hannes“ Spengler ein Grinsen nicht verbergen. Denn im Deutschland-Trikot mit Fähnchen in der Hand ist er eindeutig als Teilnehmer der jährlich ausgetragenen „Schupfer-WM“ zu identifizieren. Schon seit fast 25 Jahren veranstaltet der Verein diesen beliebten Wettbewerb. Ursprünglich hatte der damalige Breitensportwart Helmut Schuierer Anfang der 2000er Jahre das Turnier als „Schupfer-Cup“ aus der Taufe gehoben. Zunächst konzipiert als Wettbewerb für Vereinsmitglieder, die nicht an offiziellen Mannschaftswettbewerben teilnehmen, entwickelte sich der „Schupfer-Cup“ immer mehr zu einem beliebten Wettbewerb für alle. Geblieben ist, dass der Spaß bei allen Spielen im Vordergrund steht. 2005 wurde der „Schupfer-Cup“ vom Bayerischen Tennisverband als „beste Vereinsaktion“ prämiert. Für seine Ideen und sein großes Engagement wurde Helmut Schuierer 2022 zum TCM-Ehrenmitglied ernannt.

Im Jahr 2014 übernahmen dann der neue Breitensportwart Matthias Mulzer und der neue Pressewart Michael Müller die Organisation des Wettbewerbs. Die Grundidee blieb erhalten, aber einige Neuerungen wurden nach und nach eingeführt, um den Wettbewerb noch attraktiver zu machen. Die Regeln wurden stark vereinfacht, Einzelspiele und Finalrunde abgeschafft und das Turnier erhielt den neuen Namen „Schupfer-WM“. Zahlreiche Anregungen wurden aufgegriffen und ab sofort nur noch „Mixed“ gespielt. Seit dem Relaunch tragen alle Mannschaften Ländernamen und in einer eigens eingerichteten WhatsApp-Gruppe wird regelmäßig in launiger Form über den Verlauf der Partien und den neuen Tabellenstand berichtet. Die beiden Organisatoren sorgen bei der „Auslosung“ der Teams auch immer dafür, dass der Wettbewerb nicht zu einseitig gerät. Auch am Modus wurde geschraubt. Für jeden gewonnen Satz erhält das Team einen Punkt. So werden nicht nur Sieger belohnt. Sogar Extrapunkte werden seit einiger Zeit vergeben. Zum Beispiel kann man einen „Rätselpunkt“ erhalten, wenn man eine knifflige Frage in der WhatsApp-Gruppe am schnellsten beantwortet.
Neu in diesem Jahr war, dass auch ein Extrapunkt für das beste WM-Outfit vergeben wurde. Über die Sieger durften alle Vereinsmitglieder abstimmen. Mit 27 von 79 Stimmen sicherten sich Dominique und Christoph in ihren stylischen Argentinien-Trikots den Zusatzpunkt. Die Konkurrenz war groß, denn die Anregung der Organisatoren, dieses Jahr besonders viel Wert auf die Trikots zu legen, fand viel Anklang. Besonders die Norweger zeigten sich unheimlich kreativ. Elisabeth „Queen of Norway“ machte neben „Kronprinz“ Andrè einen besonders guten Eindruck. Kaum zu toppen war jedoch Eva mit ihrer roten „Bommel-Mütze“. Sehr gewagt bei hochsommerlichen Temperaturen. In diesem Jahr nehmen insgesamt 42 Spielerinnen und Spieler an der „Schupfer-WM“ teil. Von Ende Juli bis Anfang Oktober werden insgesamt 21 Partien ausgetragen, über deren Terminierung jeder selbst bestimmt. Am 17. Oktober findet dann die große Abschlussparty mit der Kür der neuen Weltmeister statt. Derzeit liegt Argentinien in der Tabelle knapp vorn. Auf dem zweiten Rang rangiert Norwegen. Deutschland muss in den letzten Wochen noch deutlich zulegen, wenn man noch Titelchancen haben will.

