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Endlich wieder Wettkampf

Der TC Mering organisiert zum ersten Mal nach der Corona-Pause wieder ein LK-Turnier. +++ 35 Teilnehmer treten unter strengen Hygieneregeln an und sammeln ihre ersten LK-Punkte nach der großen Reform

Ein Bericht von Michael Müller

Die Kreismeisterschaften abgesagt. Der Start der Punktspiele auf Mitte Juni verschoben. Doppel nur eingeschränkt erlaubt. Duschen und Vereinsgaststätten geschlossen. Auch die Tennisspieler im Landkreis bleiben von den Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht verschont. Doch anders als in anderen Sportarten herrscht auf den Tennisanlagen im Landkreis schon wieder reger Betrieb. Als kontaktfreie Sportart profitiert der Tennissport besonders von den bereits erfolgten Lockerungen.

Und am Wochenende war es für die 35 Teilnehmer auf der Anlage des TC Mering dann soweit. Endlich wieder Tennis unter echten Wettkampfbedingungen. Beim 3. Meringer LK-Turnier ging es für viele zum ersten Mal in diesem Jahr darum, ihre LK zu verbessern. Das LK-System, das die individuelle Leistungsklasse der Aktiven abbildet, wurde ja zuletzt komplett reformiert. Die Wertung war aber wegen der Corona-Pandemie vorübergehend ausgesetzt. Modifiziert wurde u.a. die Punktevergabe. Erstmals gibt es im System nun auch Nachkommastellen.

Turnier-Organisator Stefan Beier konnte auch zahlreiche überregionale Spieler begrüßen. Leider musste die Damenkonkurrenz abgesagt werden. Bei den Männern waren aber 20 Spieler aus dem Bezirk Schwaben, 12 aus Oberbayern und drei aus Baden-Württemberg angereist. Sogar drei Jugendliche (Jahrgang 2007) waren am Start. Insgesamt umfasste das Teilnehmerfeld ein breites Spektrum an Leistungsklassen. Der beste Spieler Tobias Kegel (ESV Immenstadt, LK 4,4) gewann sein erstes Match mit 6:0 6:3 gegen Lokalmatador Florian Deiml (TCM, LK 5,9), ehe er im zweiten Match gegen den schwächer eingestuften Lukas Rieber (TC Augsburg Siebentisch, LK 5,2) mit 2:6 3:6 verlor. Florian Deiml rehabilitierte sich in seiner zweiten Begegnung und gewann mit 6:1 6:1 klar gegen Dominik Keller (TC Wertingen, LK 6,9).

Alle Fotos: Sigi Baumüller

Von 9:30 Uhr bis zum letzten Matchball kurz vor 17 Uhr war die komplette Anlage des TCM bevölkert und es war extrem schade, dass keine Zuschauer zugelassen werden konnten. Es wäre hochklassiger Tennissport zu bestaunen gewesen. Gespielt wurde in dem sog. Spiralsystem, d.h. jedem Spieler werden zwei Spiele ermöglicht, eines gegen einen vermeintlich stärkeren Spieler und eines gegen einen Spieler, der im LK Ranking schlechter eingestuft ist. Im Teilnehmerfeld fanden sich auch vier Spieler der Meringer Bezirksligamannschaft und auch einige Spieler der TCM-Juniorenteams. Besonders hervor taten sich mit jeweils zwei Siegen: Skander Kaafar und Jonas Gerstmayr. Einen Sieg konnten Florian Deiml, Andreas Ludwig und Benedikt Beier auf ihrem Konto verbuchen.

Das Wetter spielte hervorragend mit. Etwas zu kühl für die Jahreszeit, aber trocken. Ideales Tenniswetter also. Die Spiele verliefen allesamt sehr harmonisch. Man hatte fast den Eindruck, jeder freute sich einfach, endlich seinem geliebten Sport wieder nachgehen zu können. Die Hygiene- und Verhaltensempfehlungen des BTV wurden von allen Beteiligten bestens eingehalten, so dass die Organisatoren ein rundum positives Fazit ziehen konnten und sich auf die nächsten Wettkämpfe und den Start der Punktspiele freuen.

Alle Fotos: Sigi Baumüller

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