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Rot, gelb, orange – Kinder-Tennis ist bunt: Warum beim TC Mering auch Staffellauf und Hockey trainiert wird

Mering – Wer zur aktiven Zeit von Boris Becker zuletzt einen Tennisplatz betreten hat, wird sich verwundert die Augen reiben, wenn er die Kinder des TC Mering beim Training beobachtet. Denn nicht nur die Kleidung der Jugend ist bunter geworden, sondern auch die Bälle mit denen gespielt wird, leuchten nun gelb/rot oder gelb/orange. Und das sind nur die kleinsten Veränderungen, die in den letzten Jahren vollzogen wurden, um die einstige Modesportart bei Kindern wieder populärer zu machen. Schließlich hatte es der einstige „weiße Sport“ zuletzt sehr schwer sich gegen immer neue „trendigere“ Sportarten durchzusetzen.

 

Beim Tennisverband und den Vereinen hat man sich deshalb viele Gedanken gemacht und zahlreiche neue Ideen entwickelt, um den Nachwuchs wieder auf den Tennisplatz zu locken. Der sechsjährige Hendrik ist ganz stolz, dass er auf seinem eigenen kleinen Tennisfeld spielen darf und die Bälle schon prima im Spiel halten kann. Wurden früher die unter 10jährigen Kinder auf normalen Tennisplätzen trainiert, die ihnen wenige Erfolgserlebnisse brachten, spielt man heute auf einem speziell abgesteckten Kleinfeld (1/3-Größe) mit speziellen kleineren Netzen oder dem Midcourt (2/3-Größe). Zusätzlich sind die rot/gelben Bälle um einiges größer als normale Bälle und wie die orange/gelben Bälle druckreduziert. Dadurch haben die Kinder mehr Zeit sich richtig zum Ball zu stellen und korrekt zu schlagen. Der Effekt ist enorm. Auf diese Weise gelingen schon den Kleinsten lange Ballwechsel und die Kinder haben bereits nach wenigen Trainingsstunden erste Erfolgserlebnisse.

 

Aber bei diesen Neuerungen hat man nicht Halt gemacht. Weil man erkannt hat, dass ein guter Tennisspieler umfassendes motorisches Training benötigt, werden seit einigen Jahren auch Staffelläufe und Geschicklichkeitsspiele trainiert. Es wird mit Medizinbällen geworfen, mit beiden Beinen um die Wette gesprungen oder Zielwerfen in Eimer geübt. Um den Mannschaftsgeist der Kinder zu fördern, wird zudem Hockey auf dem Tennisplatz gespielt. Und wer glaubt, dieses Training würde nur das Tennisspiel der Kinder verbessern, der irrt. Denn bei den offiziellen Mannschaftswettbewerben der Kleinsten gegen andere Vereine gibt es für Staffelläufe und Hockey ebenfalls Punkte. Mehr noch, mit diesen Motorikübungen lassen sich sogar ebenso viele Punkte wie bei den Tennisspielen (jeweils vier Einzeln und zwei Doppel) erzielen. Für Benedikt und Tim ist das selbstverständlich und sie sind bei diesen Übungen mit dem gleichen hohen Einsatz dabei, wie beim anschließenden Spiel mit dem Tennisracket.

 

Bei den „TCM-Kids“ hat sich das Zusatztraining im Motorikbereich in diesem Jahr besonders ausgezahlt. Von den insgesamt drei Kleinfeld- und Midcourt-Mannschaften konnten zwei ihre Gruppen nicht zuletzt wegen der tollen Ergebnisse bei den Zusatzübungen ohne Punktverlust gewinnen. Sie spielen nun um die Schwäbische Meisterschaft mit. Und auch für den Verein zahlt sich das große Engagement im Kindertennis aus. Seit Alexandra Beier den Bereich übernommen hat und mit zahlreichen Aktionen (Kleinfeldnachmittage, Familienduell, spezielles Fördertraining, Tennisaktionstage mit Kindergärten) neues Leben eingehaucht hat, konnten die Mitgliederzahlen bei den Kindern und Jugendlichen deutlich gesteigert werden. Zahlreiche Neueintritte konnte der TCM vor allem bei den Kindern unter 10 Jahren seit Jahresanfang verbuchen und damit die Mitgliederzahl im Jugendbereich auf über 100 (von insgesamt fast 400 Mitgliedern) steigern. Ein toller Erfolg!

 

Und Beier will den Bereich weiter ausbauen. Denn der Verein hat erkannt, dass nur mit einer breiten Basis im Jugendbereich die Zukunft des Vereins dauerhaft gesichert werden kann. Und wer weiß, vielleicht spielt der neue Boris Becker ja schon beim TC Mering, auch wenn er Benedikt, Kilian, Christian oder Tim heißt. Vielleicht treten aber auch Sarah oder Katharina in die Fußstapfen von Steffi Graf.

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